Intuitives Fotografieren

Intuitives Fotografieren

Am Donnerstag trafen wir uns wieder. Dieses Mal kam ich sowohl mit technischem Equipment wie Laptop, Beamer, Leinwand und Digitalkamera als auch mit Scheren, Klebe, farbigem Papier und Musterschablonen.  „Intuitives Fotografieren“ lautete unser Thema.

 

Zu Beginn zeigte ich Fotos aus meinem Fundus und versuchte zu erklären, was Fotografieren für

mich bedeutet: in erster Linie Hinschauen, das Gesehene in sich aufnehmen und wirken lassen. Daraus dann einen Bildausschnitt entwickeln und - abdrücken. Das können Landschaften, Gebäude, ver-rückte Blickwinkel oder scheinbar unscheinbare Kleinigkeiten sein.  Wichtig finde ich dabei, auf sich selbst zu hören, immer noch etwas näher heran gehen und sich trauen, vertraute Sehweisen zu verlassen.

 

Enthusiastisch machten sich die Frauen dann auf den Weg, ihre Umgebung durchs Digi-Display zu entdecken und zu dokumentieren. Wir haben alle Fotos jeder Frau angeschaut und gewürdigt. Es sind wunderbare und sehr besondere Aufnahmen geworden. Ich habe gestaunt über ihre Blickwinkel und die Ästhetik ihrer Fotos. Sie selbst waren besonders angetan, ihre Werke im Großformat auf der Leinwand zu sehen. „Das ist von mir? Kann nicht sein!“ Doch!

 

Nachdem eine Auswahl der Bilder in Hochglanz vorlag, waren ihrer Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt: jetzt wurde jedes Bild gestaltet.  Mit Hintergründen, Ausschnitten, mitgebrachtem Laub oder Stickereien. Wie in einem Bienenstock arbeiteten  sie ganz konzentriert und emsig an ihren Werken.

 

Die Frauen haben sich und ihrer Kreativität vertraut und so sind wiederrum sehr persönliche Arbeiten entstanden.

 

Besonders gefreut habe ich mich über den Engel, den ich zum Abschied von den Frauen geschenkt bekam.  Ein von Herzen kommendes Dankeschön. Er steht immer noch im Vitrinenschrank in meiner Küche. Und die Fotos schaue ich mir gern wieder an.